Tempo    Matador

Verkaufsstandwagen


Als Anfang der 60er Jahre in den deutschen Bundesländern nacheinander Bestimmungen
in Kraft traten, die den Verkauf von Lebensmitteln  tierischer Herkunft auf Märkten
nur noch in Räumen mit festen Wänden, Decken und Fußböden gestatteten, war die
Firma Vidal & Sohn, Tempo-Werke, schon zur Stelle.
Der Matador "Großraum-Verkaufsstandwagen" mit 700 kg Nutzlast wurde von der
Hauptverwaltung des ambulanten Gewerbes als "mustergültig" bezeichnet.

Was fällt auf dem obigen Bild auf ? Die Tempo-Werke formulierten es so :
"Käufer und Verkäufer stehen sich damit Aug' in Auge gegenüber (...). Wer von der
Psychologie des Verkaufens etwas versteht, weiß dies zu schätzen."

Das Gegenüberstehen "Aug' in Auge" wurde durch Herabsenken des Fußbodens im
Verkaufswagen erreicht. Mittels einer Kurbel wurde der Bodenbereich in Wagenmitte
auf ein niedrigeres Niveau gebracht.


Die Möglichkeit der Absenkung des Fußbodens konnte natürlich nur durch eine
völlig von der Serie abweichende Fahrgestellkonstruktion erreicht werden.
Normalerweise
verlaufen die tragenden Rohre ja in Wagenmitte.

Der Innenraum des Verkaufswagens war für die damalige Zeit geradezu
luxuriös eingerichtet - die Wände mit Kunststoff-Fliesen  verkleidet.

Neben dem Großraum-Verkaufsstandwagen gab es auch zwei sogenannte "Kompakt"-Modelle,
die auf der Basis von Kastenwagen entstanden und sowohl als Matador wie auch als Rapid (unteres Bild)
geliefert wurden. Vom Kompakt-Modell gab es eine Version mit 6,5 cbm Verkaufsraum sowie die
hier abgebildete Variante mit 7,5 cbm Ladevolumen.

Die Verkaufswagen auf Athlet- und Wiking-Basis, die Verkaufswagen auf Matador E - Basis
von Borco-Höhns etc. werden in der Rubrik "Verkaufswagen II" behandelt.


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