Tempo Matador Heizöltransporter

Anno 1958 hatte der Brennstoffhändler Dieter Herkströter die Idee, seinen Tempo Matador 1,5t - Pritschenwagen
zum Ausliefern von Heizöl zu nutzen und konstruierte einen Aufbau "mit doppeltem Nutzen" :
der erste Heizöltransporter
Auf die Pritsche wurde ein Tank gesetzt, der ohne Werkzeug zu fixieren war und mittels einer
Schnelltrennkupplung mit dem unteren Teil des Fahrzeugs verbunden wurde..
Der freie Raum unterhalb der Pritsche wurde auf der rechten Seite für die Unterbringung des
Armaturenkastens samt Schlauch genutzt. Die Aggregate dieser Anlage stammten von der
Fa. "Tankanlagen und Apparatebau Wilhelm Pentalsky" aus Brackwede in Westfalen.
Die Pumpe wurde direkt vom Motor des Fahrzeugs angetrieben und mittels
eines Handgashebels neben der Beifahrertür reguliert.

Handgashebel                        .
Handgashebel

Die Tempo-Werke waren von dieser Idee derart angetan, dass sie diese
Konstruktion bereits 1959 in ihr Lieferprogramm aufnahmen.
Anfangs wurde der recht kurze Schlauch einfach im Armaturenkasten untergebracht.
Zu diesem Schlauch war noch eine Verlängerung bis 35 m lieferbar, die auf einer
selbstwickelnden Haspel angeboten wurde.
rechte Seite
Da die Praxis zeigte, dass die Verlängerung sehr häufig gebraucht wurde, kam bald eine Haspel mit 30 m - Schlauch
serienmäßig zum Einsatz. Diese wurde auf der linken Fahrzeugseite untergebracht : im Armaturenkasten auf der rechten
Seite schaute nunmehr lediglich die Zapfpistole heraus und man konnte den Schlauch dann unter der Pritsche hinweg
zur rechten Fahrzeugseite herausziehen....
linke Seite
Durchsetzen konnte sich diese Bauart nicht : zum einen schleppte der Wagen immer das Gewicht von Schlauch, Armaturen und
Pumpe mit sich herum, selbst wenn die Pritsche anderweitig genutzt wurde und zum anderen war der Tank nur auf solchen
Fahrzeugen einsetzbar, die das restliche "Zubehör" montiert hatten.
Überbrückungslieferung

Dieter Herkströter

Der Konstrukteur Dieter Herkströter beim Befestigen des Tanks.



Matador E Heizöltransporter mit 1500 Liter - Tank

Beim Nachfolgemodell Matador E (1963 bis 1967, ab 1964 auch als Diesel lieferbar) ging man wieder konventionelle Wege.
Tank, Pumpenanlage und Schlauchhaspel waren als komplette Einheit auf der Pritsche angeordnet.



 

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